802/21 - Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie“ und Zwangssterilisation

Frühjahrstagung 2021

Im April 2021 ist der bundesweite Arbeitskreis zur Erforschung von NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisierung auf Einladung des Bildungswerks des Bayerischen Bezirketags nach zehn Jahren wieder zu Gast in Kloster Irsee.

Seitdem sich 1983 erstmals haupt- und nebenamtliche Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenfanden, um am Beispiel der Institutionen des Gesundheitswesens, in denen sie arbeiten, die Geschichte der NS-Verbrechen an den als „minderwertig“ erachteten Personen aufzuklären, finden jährlich Frühjahrs- und Herbsttagungen auf Einladung verschiedener Kooperationspartner statt.

Der Arbeitskreis hat sich neben der Diskussion historischer Sachverhalte immer auch mit aktuellen Themen beschäftigt: Seit 1986 setzt er sich für die Entschädigung nicht oder nicht ausreichend anerkannter Verfolgter ein. 1989 wandte er sich mit einem Appell gegen die Re-Legalisierung der unfreiwilligen Sterilisation durch das Betreuungsgesetz. 1991 veröffentlichte der Arbeitskreis das „Memorandum gegen die neue Lebensunwert–Diskussion“. Im März 1996 legte der Arbeitskreis die „Grafenecker Erklärung zur Bioethik“ vor und 2011 folgte die Irseer „Stellungnahme zur Präimplantationsdiagnostik“.

Der Arbeitskreis versteht sich als offenes Forum und lädt jede und jeden in diesem Themenbereich Arbeitenden zur Mitarbeit ein.

Hinweis

Die aktuellen Termine des Arbeitskreises finden Sie unter:
www.ak-ns-euthanasie.de



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