79/20 - Psychotraumatherapie Aufbaukurs - Beobachtertechnik

Die Beobachtertechnik als Methode der Traumakonfrontation

Die von Luise Reddemann entwickelte Beobachtertechnik ist die wohl schonendste konfrontative Technik der Traumaverarbeitung. Das Trauma wird als "alter Film" Szene für Szene nach dem BASK-Modell (jeweils Verhalten, Affekte, Körperempfindungen und Kognitionen des jüngeren Ichs) nur vom Inneren Beobachter geschildert. Das verletzte jüngere Ich und das erlebende Jetzt-Ich sollen zugleich am Sicheren Ort gut versorgt sein, es findet also keine Assoziation mit traumatischen Inhalten statt. Auch weitere jüngere Ichs, die von dem "Film" getriggert werden könnten oder Ähnliches erlebten, sollen am Sicheren Ort gut versorgt sein.
Der Therapeut achtet während des Ablaufs darauf, dass alle erlebenden Teile am sicheren Ort bleiben. Diese Nutzung der dissoziativen Fähigkeit als Ressource bietet die Gewähr, dass die traumatische Szene in allen Details angeschaut werden kann, ohne dass es zu emotionaler Überflutung oder Übererregung kommt.
Nach einer Klärung der Voraussetzungen der Traumakonfrontation werden die Anwendungsmöglichkeiten der Beobachtertechnik im Rahmen einer Traumatherapie durch Demonstration, Klärung des Ablaufs und Einüben in Kleingruppen mit Selbsterfahrungsanteilen vermittelt.

Themen und Inhalte

- Voraussetzungen einer Traumakonfrontation
- Behandlungsplanung bei komplex traumatisierten Patienten
- Vorgehensweisen zur Stärkung der beobachtenden Fähigkeit
- Alternative Distanzierungs- und Regulationstechniken
- Die Beobachtertechnik als Traumakonfrontationsmethode

Hinweis

Voraussetzung zur Kursteilnahme sind Grundkenntnisse in der Psychotraumatherapie bzw. eine frühere Teilnahme am Einführungsseminar "Traumazentrierte Psychotherapie".

BLÄK/PTK-Punkte werden beantragt!



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