33/20 - Stimmenhören - Krankheit oder Normalität?

Aufbaukurs

Der traditionelle Ansatz, mit Stimmenhörern zu arbeiten, konzentriert sich auf die Schwächen und Defizite der Personen anstatt auf Fähigkeiten. Ihre Stimmen und andere Erfahrungen zu verstehen und damit umzugehen ist jedoch eine durchaus sinnvolle und wirksame Sichtweise.

Das Seminar ermutigt Praktiker, die Erfahrung des Stimmenhörens zu erforschen und Vertrauen, Offenheit und Verständnis in ihrer Arbeit mit den Menschen zu entwickeln, die Stimmen hören. Es wird den Praktizierenden ermöglicht, den Menschen zu helfen, die Scham über das Sprechen der Stimmen zu überwinden, die Erfahrung des Stimmenhörens anzuerkennen und zu validieren, Raum und Unterstützung anzubieten, um systematisch alle Aspekte einer Stimme darzustellen.
Der Gesundheitsprofi erwirbt so ein besseres Verständnis dafür, warum die Klienten Stimmen hören, und nutzt dieses Verständnis zu ihrer Unterstützung.

Das Seminar basiert auf der Akzeptanz von gelebten Erfahrungen des Stimmenhörens.
Die Teilnehmer werden instruiert, das Maastricht-Interview, ein von Dr. S. Escher und Professor M. Romme entwickeltes Bewertungsinstrument, das eine strukturierte Methode zum Verstehen und Arbeiten mit Stimmenhörern ermöglicht, in der Praxis anzuwenden.
Dieses Seminar bietet ein praxisorientiertes Tool zu therapeutischen und trialogischen Ansätzen.

Themen und Inhalte

- Arbeiten mit dem Maastricht Interview
- Interview mit Stimmenhörern
- Fallbeispiele aus der eigenen Praxis
- Entwicklung von Konstrukten
- Stimmen im Kontext zur Lebensgeschichte

Hinweis

Als Basis empfiehlt sich vorweg den Einführungskurs Stimmenhören - Krankheit oder Normalität? zu besuchen, siehe Kurs 32/20.



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