53/19 - Safewards - eine Möglichkeit der Gewaltprävention

Gemeinsam ein sicheres Miteinander auf psychiatrischen Stationen erzielen

Ein sicheres Umfeld für alle herzustellen, ist ein wichtiges Ziel jeder Gemeinschaft. Dies gilt insbesondere für psychiatrische Kliniken. Um im psychiatrischen Umfeld jedem, sowohl Patienten und ihren Angehörigen als auch den Mitarbeitern, die größtmögliche Sicherheit zu bieten, entwickelte ein Forscherteam um Prof. Len Bowers das Safewards-Modell. Es erfährt aktuell im deutschsprachigen Raum regen Zuspruch, weil seine Interventionen wissenschaftlich nachweisbar Zwangsmaßnahmen, Tätlichkeiten und Verletzungen verringern. Sie geben den Mitarbeitern die Möglichkeit, den Zeitverlust durch die Eindämmung von Konflikten zu minimieren. So steht wieder mehr Zeit für die Betreuung der Patienten zur Verfügung und das Verhältnis zwischen Patienten und Mitarbeitern verbessert sich spürbar.
Das Seminar versetzt die Teilnehmer in die Lage, eigene Aggressions- und Gewaltpräventionskonzepte in ihren Einrichtungen am Safewards-Modell auszurichten und weiter zu entwickeln bzw. selbst Safewards-Interventionen in der Praxis einzuführen. Es werden Möglichkeiten diskutiert, mit denen man die Entstehungsrate von Konflikten reduzieren kann (Primärprävention), Gewaltpräventionsstrategien für Krisensituationen werden geübt (Sekundärprävention), und eine Möglichkeit der Mitarbeiternachsorge bei Gewalterfahrungen wird vorgestellt (Tertiärprävention).

Themen und Inhalte

- Gewalt auf der Station identifizieren
- Das Safewards-Modell – Grundlagen
- Vom Safewards-Modell zur Intervention
- Grundlagen deeskalativer Kommunikation
- Nachsorge bei Mitarbeitern nach Gewalterfahrungen
- Von der Skillanwendung zur Defixierung



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