51/19 - Psychische Erkrankungen besser verstehen

Vertiefung psychiatrisch-therapeutischer Pflegekompetenz

Die Arbeit in der klinischen Psychiatrie und Psychotherapie konfrontiert uns mit verschiedensten Erlebens- und Verhaltensweisen von PatientenInnen, die oft ungewöhnlich, manchmal auch befremdlich wirken. Auf jeden Fall sind sie herausfordernd, wenn wir uns fragen, wie dies zu verstehen und sinnvoll damit umzugehen sei.
Dazu gehören eher auffällige Phänomene wie z.B. Impulsdurchbrüche, Angstzustände, Selbstverletzungen, dissoziative oder regressive Verhaltensweisen. Ebenso wichtig sind aber auch diskrete Phänomene wie etwa Rückzug, Grübeln, Handlungshemmung, soziale Unsicherheit, die manchmal nicht spezifisch genug wahrgenommen und damit auch nicht als Anlass für therapeutisch orientiertes Handeln erkannt werden.

Anliegen dieses Seminars ist es, mit Hilfe grundlegender, diagnoseübergreifender Modelle einige der zentralen psychischen Mechanismen des Menschen besser zu verstehen. Dadurch können wir mit den oben genannten Phänomenen souveräner umgehen und insgesamt einen fundierten, therapeutisch begründeten Beitrag in die psychiatrische Pflege einbringen.

Themen und Inhalte

- Auseinandersetzung mit einem therapeutischen Verständnis der psychiatrischen Pflege und deren möglichem Beitrag für die Patientenbehandlung
- Erarbeiten grundlegender Verständnisse von menschlichem Erleben, Verhalten und „Funktionieren“ auf einer metadiagnostischen Ebene
- Integrierte Denk-, Fühl- und Verhaltensprogramme als Grundbausteine der Psyche (L. Ciompi)
- Psychische Erschöpfung und Überforderung als bedeutsamer Auslöser kompensatorischer Symptombildungen (J. Piaget)
- Die Wechselwirkungen von Körper und Psyche verstehen und nutzen
- Pragmatisches Arbeiten mit dem Ego States Modell



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