17/19 - ADHS im Erwachsenenalter

Diagnostik und Therapie

ADHS ist epidemiologisch eine der häufigen psychischen Erkrankungen - bei Weitem nicht nur eine Erkrankung des Kindes- und Jugendalters, sondern auch eine Erkrankung mit hoher Persistenz und funktionalen Einbußen bis ins Erwachsenenalter. Dennoch ist ADHS noch nicht so richtig in der Erwachsenenpsychiatrie angekommen.
Gründe hierfür gibt es viele: Die medikamentöse Behandlung ist erst seit ein paar Jahren zugelassen, die psychotherapeutischen Behandlungsmodule werden noch auf ihre Effizienz erforscht, einerseits befürchtet man die Überdiagnostizierung, andererseits ist man sich unsicher in der Abgrenzung zu anderen Störungen. Nicht zuletzt gibt es auch ganz offen Vorbehalte gegenüber den Betroffenen und der Therapie mit Stimulanzien.
Dennoch ist ADHS im Erwachsenenalter eine gut zu behandelnde Erkrankung, die mit Kenntnis der diagnostischen Konzepte und therapeutischen Strategien in den allermeisten Fällen ambulant gut versorgt werden kann.

Ziel dieses Seminars ist es, den Teilnehmenden anhand von Fallbeispielen und Kleingruppenarbeit fundierte Kenntnisse zum Krankheitsbild sowie zu den diagnostischen und therapeutischen Strategien (medikamentös und psychotherapeutisch) zu vermitteln, die dann in der täglichen praktischen Arbeit angewendet werden können. Darüber hinaus wird ein mögliches und bewährtes organisatorische Konzept der ADHS-Ambulanz im Rahmen einer Institutsambulanz vorgestellt.

Themen und Inhalte

- Genese und Epidemiologie des ADHS
- Neurobiologie
- Symptomatologie und funktionelle Auswirkungen von ADHS
- Psychometrie bei ADHS
- Differentialdiagnostik und Komorbidität
- Leitliniengerechte Diagnostik und Behandlung
- Behandlung ADHS im Gesamtbehandlungsplan
- Psychoeduktion, Coaching und Psychotherapie bei ADHS
- Medikamentöse Behandlungsstrategien
- Umgang mit Stimulantien und der BtmGVV

Hinweis

BLÄK/PTK-Punkte werden beantragt!



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