13/19 - Basiskurs Borderline-Persönlichkeitsstörung

Diagnostik, Schweregrad und Psychoedukation

Die Arbeit mit Borderline-Patienten stellt alle an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen immer wieder vor große Herausforderungen. Gerade auch schwerer betroffene Klienten, die die Voraussetzungen für eine dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) nach M. Linehan (noch) nicht erfüllen, profitieren dabei von einem strukturierten, psychoedukativen Programm, das sie in die Lage versetzt, kompetenter an ihrer Behandlung mitzuwirken.

Nach einer theoretischen Einführung in die valide Diagnostik der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach DSM IV (SKID II) wird das Konzept der Persönlichkeitsorganisation nach O.F. Kernberg sowie die strukturierte Diagnostik (Strukturiertes Interview zur Persönlichkeitsorganisation, STIPO) vermittelt. Anhand von Videobeispielen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, Diagnostik und Schweregradeinschätzung bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen praktisch zu üben.

Im zweiten Teil des Seminars wird ein manualisiertes psychoedukatives Programm für Borderline-Patienten und deren Angehörige vorgestellt. Die Kursteilnehmer erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten, um anhand dieses Manuals psychoedukative Gruppen mit Borderline-Patienten selbst zu leiten. Darüber hinaus werden gemeinsam Strategien und Hilfen für den Umgang mit emotional instabilen Klienten erarbeitet. Es besteht die Möglichkeit eigene Fallbeispiele und Problemsituationen einzubringen.

Neben theoretischem Wissen soll das Seminar in Kleingruppenarbeit und Rollenspielen reichlich Gelegenheit geben, das Erlernte praktisch anzuwenden und zu vertiefen.

Themen und Inhalte

- Diagnostik der Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Schweregradbestimmung
- Psychoedukation für Borderline-Patienten
- Grundlagen störungsspezifischer Behandlung

Hinweis

BLÄK/PTK-Punkte werden beantragt!



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