108/19 - Eltern als Ressource psychisch und verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher

Psychisch und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche stellen besondere Herausforderungen an ihre Eltern, die neben ihrer Elternrolle oft auch als Co-Therapeuten fungieren müssen. Zugleich kommen psychisch und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche überzufällig häufig aus belasteten Elternhäusern und Familien. Dieses Spannungsfeld prägt die Elternarbeit im KJPP-Kontext, deren Ziel es ist, die Eltern als Ressource für ihr Kind "verfügbar und nutzbar" werden zu lassen, um langfristig wirkungsvolle Veränderungen im Bedingungsmodell psychischer und Verhaltensauffälligkeiten herbeizuführen. Elternarbeit darf und muss dabei mehr sein als die "Arbeit mit den Erziehungsberechtigten" und sollte nicht isoliert mit den Eltern stattfinden, sondern muss das Kind bzw. den Jugendlichen und dessen Erleben der Familienbeziehungen und -bindungen unmittelbar einbeziehen. Der Kurs soll die theoretischen und praktischen Grundlagen der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Elternarbeit vermitteln und den Teilnehmenden wirkungsvolle Methoden für die bedeutsame Arbeit im eingangs dargestellten Spannungsfeld an die Hand geben. Ebenso soll Raum für das Besprechen und Reflektieren komplexer Fälle der Elternarbeit, aus der beruflichen Praxis der Teilnehmer, gegeben werden.

Themen und Inhalte

- Elternsein als Entwicklungsaufgabe
- Eltern als Entwicklungsbegleiter ihrer Kinder
- Elternsein bei psychisch und verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen (bidirektionale Perspektive)
- Elternarbeit als Methode der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
- Methoden der Elternarbeit
- Besprechen und Reflektieren komplexer Fälle

Hinweis

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