104/19 - Kognitive Verhaltenstherapie bei Suchterkrankungen

Motivational Interviewing und Rückfallprophylaxe in der Behandlung von Suchterkrankungen

Als Therapeuten beschäftigen wir uns in der Suchtbehandlung mit folgenden Fragen:

Wie können Wege aufgezeigt werden, die aus der Sucht führen?
Wie kann ein plausibles Störungsmodell vermittelt werden?
Wie können emotionale Kompetenzen, Konfliktfähigkeiten und soziale Kompetenzen gestärkt werden?
Welche Stressbewältigungsstrategien können vermittelt werden?
Wie kann das Rückfallrisiko reduziert werden?
Welche neuen Gewohnheiten können das Suchtverhalten ersetzen?

Häufig treffen wir dabei auch auf Klienten, deren Veränderungsbereitschaft gering oder ambivalent ausgeprägt ist.

Im Seminar lernen Sie hierzu Techniken der motivierenden Gesprächsführung nach Miller und Rollnick (Motivational Interviewing, MI) mit dem Ziel, Betroffene im Aufbau intrinsischer Veränderungsmotivation zu unterstützen.
Theoretische Inhalte wechseln sich dabei ab mit praktischen Übungen, Supervision und Selbsterfahrung. Der Seminarcharakter ist interaktiv gestaltet, im Fokus steht die Einübung spezieller Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie an Fallbeispielen aus der Praxis.
Die Techniken sind sowohl für Berufserfahrene als auch für Berufseinsteiger in Einzel- sowie Gruppentherapie geeignet und können ambulant aber auch im stationär-psychiatrischen Setting eingesetzt werden. Aufgrund ihrer mehrjährigen Tätigkeit im Bereich forensischer Suchtbehandlung ist es für die Referentin besonders wichtig, auch dem Umgang mit schwierigen Situationen (z.B. Therapie unter Zwang) Raum zu geben.

Themen und Inhalte

- Theoretische Grundlagen zu Suchterkrankungen
- Behandlungskonzepte
- Besonderheiten der Therapeut- Patient- Beziehung
- Motivational Interviewing (MI) nach Miller und Rollnick
- Techniken zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen (U.a. Expositions- und Ablehnungstraining)
- Vermittlung von Strategien zur Konflikt- und Stressbewältigung
- Aufbau neuer Ressourcen
- Rückfallprophylaxe
- Umgang mit störungsspezifischen Schwierigkeiten

Hinweis

BLÄK/PTK Punkte werden beantragt!



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